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Fränkischer Aromahopfen aus kontrolliert ökologischem Anbau sorgt für die angenehm erfrischende Hopfenbittere unseres Bieres. In der Gegend um Herpersdorf bei Erlangen baut Markus Eckert
einen Naturdoldenhopfen von höchster Qualität an – sicherlich keine leichte Aufgabe, denn die Kletterpflanzen sind sehr arbeitsintensiv und benötigen viel Pflege. „Bio ist einfach nicht ausgelegt auf kurzfristige Spitzenerträge“, erklärt der Landwirt. Die ökologische Landwirtschaft sichert gleichbleibende Erträge über Jahre hinweg. „Das ganzheitliche System muss funktionieren, darauf ist unsere Landwirtschaft zu 100 Prozent ausgelegt“, so Eckert. Der Betrieb der Eckerts ist zertifiziert nach Bioland und ISO 9001 und mit den nordamerikanischen und Schweizer Bio-Zertifikaten. |
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Auf den Hopfenfeldern um Herpersdorf wird entsprechend des ganzheitlichen Ansatzes nicht die Pflanze gedüngt, sondern der Boden. Dieser ist ganzjährig begrünt, meistens durch Mischungen aus
Legominosen, z.B. Klee und Kreuzblütler wie Hirse oder Wicken. Die Einsaaten werden von Markus Eckert immer wieder eingemulcht und bleiben am Boden liegen, wo das Grüngut dann zersetzt wird.
Durch diesen natürlichen Prozess erhält der Boden den benötigten Stickstoff.
Der Boden lebt, ist immer begrünt und nie ausgetrocknet. Mit seinem Schlepper befährt Eckert nur dann den Boden, wenn er trocken genug ist. So werden das Bodengefüge und die Kleinstlebewesen im
Acker geschützt.
Und auch der Pflanzenschutz ist beim ökologischen Hopfenanbau viel schwieriger zu bewerkstelligen. Pestizide sind natürlich tabu. Stattdessen wird zur Lausbekämpfung etwa Schmierseife eingesetzt.
Auch Bitterholz des Quassia-Baumes wird ausgekocht und als Mittel gegen Läuse auf die Pflanzen gespritzt. „Das funktioniert seit Jahrhunderten so. Unsere Vorfahren haben mit diesen
natürlichen Mitteln auch schon erfolgreich gearbeitet“, erzählt Eckert. Gegen die schädliche Spinnmilbe spritzt der Bio-Landwirt herkömmliche Molke, ein Abfallprodukt aus der
Milchproduktion, das auf dem Hopfenblatt ein Milieu schafft, mit dem die Spinnmilbe nicht zurechtkommt. Und damit nicht der Pilz „Falscher Mehltau“ den Hopfen heimsucht, verwendet
Eckert Gesteinsmehle, die bei der Steinverarbeitung entstehen. Das Gesteinsmehl hat einen Pflanzen stärkenden Effekt und macht die Blätter hart, damit der Pilz nicht so leicht ins Blatt
eindringen kann.
Markus Eckert und den Bayreuther Bio-Brauern ist der große Aufwand wert. Denn nur ein gesunder Boden liefert den Bio-Hopfen in der gewohnten Spitzenqualität.